Miteinander reden

Miteinander statt übereinander zu reden

Kommunikation ist ein wichtiger Schlüssel in menschlichen Beziehungen. Nur wer redet und sich anderen mitteilt, gibt seinen Mitmenschen die Chance ihn zu verstehen.

Mir fällt das mitteilen manchmal schwer. Ich habe in Beziehungen, Freundschaften und anderen Bindungen gelebt, in denen das Gegenüber nicht zuhören, geschweige denn kommunizieren wollte.

Wenn man viele Jahre so gelebt hat, ist eine Umstellung erst einmal nicht so einfach.

Mein Mann und ich reden viel. Oft bin ich sehr schweigsam und mache die Dinge mit mir selbst aus, weil ich es nicht anders kenne. Wenn er mich dann fragt was los ist, er merkt es natürlich wenn ich ruhiger und anders bin wie sonst, dann fragt mich warum ich es ihm nicht erzähle. Da muß ich immer wieder sagen, ich kenne es nicht anders. Manchmal komme ich aus meiner alten Gewohnheit raus und dann fliesst es. Manchmal eben noch nicht. Ich arbeite daran mich zu öffnen, jeden Tag. Aber wie viele wissen, sind alte Gewohnheiten oft schwer abzulegen.

Es entstehen viele Mißverständnisse wenn man nicht kommuniziert. Wie sollen die Mitmenschen wissen was in einem vorgeht, wenn man ihnen nicht sagt was man denkt, fühlt oder möchte? Der Andere kann nur bis zur Stirn schauen.

Es bedarf Mut, Vertrauen und Liebe sich ganz zu öffnen und sich preiszugeben. Ich fühle mich manchmal schwach und klein wenn ich in solch einer Situation bin. Aber es wird jedes Mal ein wenig besser. Das liegt hauptsächlich daran, das mein Mann mich liebt und sich immer wieder neu auf mich einlässt und ich ihn ebenfalls liebe und versuche das anzunehmen.

Man sagt Männer seien von Natur aus weniger redselig wie wir Frauen. Das stimmt in einigen Lebenslagen schon. Männer gehen anders mit Problemen um wie wir Frauen. Deshalb redet und bleibt im Dialog miteinander, denn wer redet hält die Liebe am Leben.

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