Einsam

Fühlt Ihr euch auch manchmal alleine und einsam? Kennt Ihr das? Ist ein beschissenes Gefühl. Ich kenne das von mir selbst sehr gut.Ich habe mich schon in meiner Kindheit oft alleine gefühlt. Meine Mutter hat viel gearbeitet und mein Vater war entweder beruflich unterwegs, im Büro oder ich weiß nicht wo.

Wir hatten ein großes Haus, mit ca. 250 qm Wohnfläche. Aber obwohl alles da war, war es nicht schön dort zu leben und zu sein.Es war kalt, lieblos. Viele Stunden, Tage und Wochen war ich bei meinen Großeltern mütterlichseits. Es war ein kleines Häuschen, aber es war voller Wärme und Liebe. Gemütlich und kuschelig. Einfach schön.

Auch in meiner Jugend war ich viel alleine in meinem Zimmer. Manchmal gewollt, manchmal ungewollt. Mein Elternhaus steht in einem kleinen Ort, wir haben eher weiter am Ortsrand gewohnt, das war der Weg zum Spielkamerad schon weit.

Auch heute fühle ich mich einsam und alleine. Auch wenn meine Familie um mich herum ist. Vor allen Dingen wenn ich mich ungerecht behandelt fühle. Da prasselt es von allen Seiten auf mich ein, jeder will etwas. Am schlimmsten ist es, wenn ich angeschnauzt werde und ich das Gewitter ab bekomme weil der Andere sich über etwas geärgert hat.

Es ist manchmal schwer auszuhalten, wenn man zwischen den Stühlen sitzt. Manche Tage stecke ich das gut weg, manche Tage schlechter.

An guten Tagen geht das irgendwie an mir vorbei, da kratzt mich das nicht. An den schlechten Tagen schmerzt es furchtbar, da passiert es oft das ich weine.

Ich denke mir fehlt es, dass ich mich abgrenze und es nicht zu persönlich nehme. Das sollte ich noch für mich lernen.Und daran arbeite ich. Es ist wichtig für sich einzustehen und Grenzen zu ziehen, wie weit man es an sich heranlässt. Egal ob es schlechte Laune, Unzufriedenheit oder Stress. Sich selbst schützen, das ist wichtig und lernbar.

Sich selbst treu bleiben

Dieses Thema ist wohl für Jeden immer mal ein Thema. Oft stellt man sich in gewissen Situationen die Frage für wen man sich entscheiden soll, für den Anderen oder für sich?

Es ist, zumindest für mich, wie auf einer Rasierklinge balancieren. Man möchte dem Anderen helfen, etwas erledigen oder ähnliches. Dann stehe ich manchmal vor der Entscheidung, möchte ich das jetzt oder nicht? Ist nicht immer einfach sich zu entscheiden. Vor allem wenn es sich um den Partner, Kinder, Familie oder Freunde handelt.

Schwere Wahl. Und es hat ebenfalls etwas mit Selbstliebe, Selbstachtung zu tun. Viele Menschen haben die Gewohnheit sich aufzuopfern. Auch ich, ich merke das immer mal wieder. Das ist eine Sache, an der ich begonnen habe, aktiv etwas dran zu ändern. Mich macht das inzwischen unzufrieden, wenn ich mich gegen mich entscheide, es nervt mich dann meist hinterher das ich mich wieder habe überreden lassen. Ich bin dann meist sauer mit dem Anderen, obwohl der oft nichts dafür kann.

In diesen Situationen wird mir das am meisten voll bewusst, wie sehr ich mich immer wieder selbst vergesse, weil ich mich nicht in dem Maße liebe wie es für mich sein sollte. Ärgerlich. Aber manchmal, sage ich nein, ich mag das jetzt nicht. Dann kommt die alte Gewohnheit hoch und ich bekomme ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Anderen. Das schlechte Gewissen ist mal mehr,mal weniger da. Und mit jedem Mal an dem ich mich für mich selbst entscheide, wird es leichter nein zu sagen zum Anderen und ja zu sich selbst. Auch das ist Selbstliebe.  Und solange ich niemandem schade ist es kein Egoismus.

Vielleicht sollte ich wieder öfters mal wieder an mich denken.

Und mit einem Zitat von Charlie Chaplin möchte ich meinen Beitrag schliessen.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe.

Perfekt sein

Wer kennt das von sich? Immer alles richtig machen wollen? Also, ich kenne das sehr gut von mir selbst. Zu gut manchmal.

Es fühlt sich oft an wie ein innerer Zwang. Geht das überhaupt? In manchen ruhigen Stunden kommen mir da oft Zweifel. Es ist schwierig immer alles richtig zu machen, jedem um sich herum alles recht zu machen, das ist ein Teufelskreis, eine Gewohnheit und oft auch anerzogen.

Bei mir hat es wohl in der Kindheit begonnen, mein Perfektionismus. Ich wurde mehr geliebt und beachtet wenn ich gute Noten heimbrachte, lieb und angepasst war in den Augen meiner Eltern und keine Schwierigkeiten gemacht habe.

Da habe ich mir das wohl angewöhnt. Eine blöde Angewohnheit ist das, ich merke das immer öfter. Ich erwische mich immer öfter dabei etwas eigentlich nicht zu tun zu wollen, tue es dann aber trotzdem. Aus Gewohnheit? Bei mir selbst wohl eher aus Sorge, das wenn ich nein sage, der andere mich vielleicht nicht mehr gern hat oder ähnliches.

Blöd, ne?
Meist rührt ein solches Verhalten aus einem mangelnden Selbstbewusstsein heraus.In mir fühlt sich das an wie ein Gummiband das immer mehr gespannt wird, bis es fast zereisst. Dann merke ich, das ich an einem Punkt bin, an dem es nicht mehr weitergeht wie es gerade ist. Das macht unzufrieden.

Ich bin gerade dabei zu lernen, mehr auf mich selbst, meinen Körper, mein Herz und meinen Kopf zu hören. Es ist ein Lernprozess, wie so vieles im Leben.

Aber ich bin mir sicher, das schaffe ich auch….

Liebe

Das ist so ein Ding mit der Liebe. Kein Mensch, kein Wissenschaftler, niemand kann dieses Gefühl erklären. Keiner weiß woher es kommt, wo der Ursprung ist. Die Liebe gibt es einfach.

Ich habe ein tolles Buch hier neben mir liegen. Die „Liebesbriefe großer Männer“. Einige kennen es vielleicht aus der Serie „ Sex and the City“. Mein Mann hat mir vor einiger Zeit dieses Buch geschenkt. Ich mag Poesie. Als wir uns kennengelernt haben war uns beiden sehr schnell klar, das wir füreinander bestimmt sind.

Unser gemeinsames Lebensmotto ist:

                                                                                              ewig dein

                                                                                              ewig mein

                                                                                              ewig uns

Wir haben uns diese Worte auf unsere Eheringe gravieren lassen. Es sind weiße Keramikringe mit schwarzer Gravur. Da wir extravagant sind, gefielen uns diese Ringe gleich von Anfang an, nachdem wir uns auf die Suche begeben haben.

Es gab in früherer Zeit so viel schöne Gedichte, man hat noch glühende Liebesbriefe geschrieben. Damals gab es noch kein Whatsapp, Sms, facebook und so weiter. Die Post hat mehrere Tage, wenn nicht Wochen gedauert, bis sie beim Empfänger war.

Welch schöne Zeit war das sicherlich, wenn man sehnsüchtig auf einen Brief des Liebsten gewartet hat und er dann endliche kam. Die Damen haben zu dieser Zeit auch noch ihre Briefe mit Parfum eingesprüht, da war der Mann nicht nur von schönen Worten, sondern auch vom Duft der Liebsten betört.

Ach, wie romantisch das bestimmt war. Da wurde der Angebeteten der Hof gemacht, Blumen geschickt und im Park schüchtern ein Spaziergang gemacht. Es wurde miteinander geredet, gelacht und voller Sehnsucht im Herzen dem nächsten Treffen entgegengefiebert.

Wir sollten in unserer schnelllebigen Zeit die Liebe nicht vergessen und öfters einmal das Handy weglegen, den PC oder Laptop ausmachen und uns unserem Liebsten bzw. unserer Liebsten widmen. Vielleicht auch mal einen handgeschriebenen Liebesbrief verschenken oder verschicken.

Denn die Liebe ist es wert.

Miteinander reden

Miteinander statt übereinander zu reden

Kommunikation ist ein wichtiger Schlüssel in menschlichen Beziehungen. Nur wer redet und sich anderen mitteilt, gibt seinen Mitmenschen die Chance ihn zu verstehen.

Mir fällt das mitteilen manchmal schwer. Ich habe in Beziehungen, Freundschaften und anderen Bindungen gelebt, in denen das Gegenüber nicht zuhören, geschweige denn kommunizieren wollte.

Wenn man viele Jahre so gelebt hat, ist eine Umstellung erst einmal nicht so einfach.

Mein Mann und ich reden viel. Oft bin ich sehr schweigsam und mache die Dinge mit mir selbst aus, weil ich es nicht anders kenne. Wenn er mich dann fragt was los ist, er merkt es natürlich wenn ich ruhiger und anders bin wie sonst, dann fragt mich warum ich es ihm nicht erzähle. Da muß ich immer wieder sagen, ich kenne es nicht anders. Manchmal komme ich aus meiner alten Gewohnheit raus und dann fliesst es. Manchmal eben noch nicht. Ich arbeite daran mich zu öffnen, jeden Tag. Aber wie viele wissen, sind alte Gewohnheiten oft schwer abzulegen.

Es entstehen viele Mißverständnisse wenn man nicht kommuniziert. Wie sollen die Mitmenschen wissen was in einem vorgeht, wenn man ihnen nicht sagt was man denkt, fühlt oder möchte? Der Andere kann nur bis zur Stirn schauen.

Es bedarf Mut, Vertrauen und Liebe sich ganz zu öffnen und sich preiszugeben. Ich fühle mich manchmal schwach und klein wenn ich in solch einer Situation bin. Aber es wird jedes Mal ein wenig besser. Das liegt hauptsächlich daran, das mein Mann mich liebt und sich immer wieder neu auf mich einlässt und ich ihn ebenfalls liebe und versuche das anzunehmen.

Man sagt Männer seien von Natur aus weniger redselig wie wir Frauen. Das stimmt in einigen Lebenslagen schon. Männer gehen anders mit Problemen um wie wir Frauen. Deshalb redet und bleibt im Dialog miteinander, denn wer redet hält die Liebe am Leben.

Loslassen Teil 2

Ich hatte schon einen Beitrag zu dem Thema Loslassen geschrieben.

Auch ich habe diese Dinge schon erlebt. Vor mehr als 20 Jahren habe ich einen Mann kennengelernt. Wir waren mal zusammen, dann wieder nicht.

So ging das viele Jahre, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich den Vater meiner Kinder kennengelernt habe. Ab da war das für mich vorbei. Für ihn anscheinend nicht.

In unregelmäßigen Abständen rief er mich an, schrieb sms oder später als er keine Nummer mehr hatte, ging es weiter über facebook. Er stupste mich an und erhoffte sich wohl daraus, dass ich ihm in irgendeiner Weise antworte. Dazu hatte ich aber keine Lust mehr. Es war vorbei…und das endgültig….ich wollte keinen Kontakt mehr. Er hat sich immer gemeldet, wenn es ihm nicht gut ging, egal ob er in seiner Ehe einsam war oder er andere Probleme hatte. In dieser Zeit war ich wohl wie ein Prellbock für ihn. Ablenkung, Ausbrechen aus seinem Ehealltag und ich weiß was sonst noch alles. An diesem Punkt war mir bewusst, das dieser Mensch kein Gefühl mehr für hatte. Das tat weh, aber es war auch befreiend.

Ich war nicht mehr in der Hoffnung gefangen, dass er sich doch noch ändert. Es war ein tolles Gefühl und ich wünsche mir für jeden, der in solch einer Situation ist, diese Erkenntnis.

Loslassen

Mich beschäftigt schon seit einiger Zeit das Thema Loslassen.

Wie oft geht es einem selbst im Leben so, dass man etwas nachhängt? Einem Gefühl, einem früheren Partner, einer Freundschaft oder anderen Dingen aus der Vergangenheit.

Zu manchen Zeiten ist ein Nachtrauern oder Nachweinen für eine gewisse Zeit auch vollkommen in Ordnung. Oftmals braucht man diese Zeit um zu verdauen um damit abzuschliessen.

Ich kenne das sehr gut von mir selbst. Ich brauchte immer einige Zeit um eine Beziehung nach ihrem Ende zu verarbeiten und um, vor allen Dingen für mich selbst, Bilanz zu ziehen.Auch ich bin schon verlassen worden, da muß man erst einmal verstehen, was da passiert. Wer selbst eine Beziehung beendet, beschäftigt sich meist schon vor dem wirklichen, äusserlichen Ende damit. Was aber nicht bedeutet ,daß es für den der geht, einfacher ist.

Wie viele Menschen, egal ob Mann oder Frau, wollen ihren Ex-Partner nicht frei bzw. loslassen? Wem bringt das was? Einem selbst? Dem Anderen? Für den Anderen, also den früheren Partner, ist das oft eine sehr psychische Belastung, wenn der /die Ex immer wieder schreibt oder anruft. Das stört irgendwann nur noch und nervt. Viele Menschen hoffen, wenn sie nur immer am Ball bleiben und sich immer wieder beim Anderen in Erinnerung rufen, egal nach welchen Zeitabständen , vielleicht doch noch eine neue Chance beim Ex-Partner zu haben. Meist ist es aber nicht die Liebe die da regiert, sondern das eigene Ego, das gewinnen will. Was? Mein(e) Ex will mich nicht mehr? Also, das geht jetzt nun mal gar nicht. Oft ist das den Menschen gar nicht bewusst aus welchen Gründen sie so handeln. Dann wird gleich die Liebe vorgeschoben, wie sehr man den anderen doch noch liebt….Blödsinn…wenn man den anderen aus reinem Herzen lieben würde, dann würde man ihn gehen lassen und vor allen Dingen in Ruhe lassen.

Selbstliebe

Die Liebe zu sich selbst, auch Selbstliebe genannt, ist ein wichtiger Teil jedes Menschens.

Die Selbstliebe ist wichtig. Es ist unabdingbar das man sich selbst liebt, auf sich achtet, die eigenen Grenzen weiß. Viele Menschen, dazu gehörte auch ich, lassen sich von ihrer Umwelt leiten und unterwerfen sich, um ein wenig Liebe und Anerkennung zu bekommen. Sie begeben sich in Abhängigkeit und vergessen sich dabei meist total. Auch bei mir war es so, ich habe mich bis vor ein paar Jahren fast bis zur Unkenntlichkeit an andere Menschen angepasst, egal ob Partner, Freunde oder auch an die Gesellschaft.

Wenn man sich selbst nicht liebt und achtet, kann man schnell in Abhängigkeiten geraten. Dann benötigt man immer jemanden der das Gefühl vermittelt, dass man geliebt wird. Somit braucht man immer einen Menschen, das hat nichts mit Liebe zu tun. Die Liebe beginnt immer bei einem selbst. Sie entspringt aus dem Herzen.

Viele verwechseln Selbstliebe mit Egoismus. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Egoismus bedeutet das man einem Anderen etwas aufzwingt zu tun das der andere eventuell gar nicht möchte, nur um sich selbst, aus dem Mangel heraus, besser zu fühlen. Das führt immer irgendwann dazu, das der andere sich abwendet, weil es zuviel wird.

Zu einer guten Freundschaft, Partnerschaft oder auch zu Mitmenschen gehört es auch , das man auf den anderen achtet. Das Beste ist, wenn man die Menschen im seinem Umfeld so behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte.

In der heutigen Zeit werden viele zu Super-Egoisten. Überall wird gepredigt, das man zuerst an sich selbst denken soll. Das hat nichts mit Selbstliebe zu tun, rein gar nichts. Wenn ich einen Menschen aus reinem Herzen liebe, dann möchte ich das es ihm gutgeht, denn nur dann geht es mir auch gut.

Deshalb ist es wichtig sich selbst zu kennen, wie man fühlt, was man möchte um eine ausgewogene Beziehung zu anderen führen zu können.

Das innere Kind

Das innere Kind ist ein wichtiger Bestandteil von jedem Menschen. Es ist eine kleine Ausgabe von dem jeweiligen Erwachsenen. Es gehört zu uns.

Es ist wichtig sich gut um sein eigenes inneres Kind zu kümmern. Ansonsten verkümmert es langsam. Je unzufriedener das Kind in uns ist, desto mehr spiegelt sich dieses im Äußeren.

Im Prinzip spiegelt das innere Kind, wie sehr man sich selbst liebt und wie gut man mit sich umgeht. In diesem Kind in uns sind alle Erfahrungen unserer Kindheit “abgespeichert”. Ob man von seinen Eltern mit Liebe und Verständnis erzogen wurde oder ob man eine weniger schöne Kindheit hinter sich hat.

Aus diesem Erlebten entwickeln sich alle Verhaltens-, Denk- und Glaubensmuster die uns  prägen und meist das ganzes Leben begleiten.

Auch ich wurde durch meine Kindheit geprägt. Es waren schöne und auch weniger schöne Erlebnisse dabei. Inzwischen kenne ich durch die Arbeit mit mir selbst, welche Muster sich in mir manifestiert haben.

Zum Leben gehören nicht nur Pflicht, Arbeit und was sonst noch zum Erwachsensein dazugehört. Es gehören auch Spaß, Freude und ab und an mal Kind zu dürfen dazu. Wer immer nur streng mit sich selbst ist und keinerlei Freude mehr hat an seiner Arbeit und dergleichen, der verliert auch den Draht zu sich selbst.