Wünsche

Das Wünschen ist eine tolle Sache. Ich selbst wünsche mir auch ab und an etwas. Habe mir zum Beispiel auch angewöhnt wenn ich von einem anderen Menschen etwas möchte, dann setze ich ” Ich wünsche mir von Dir…” davor und für mich persönlich hört sich das nicht wirklich wie eine Forderung an.

Vor einigen Tagen bin ich auf ein interessantes Video bei facebook gestossen. In diesem ging es auch um das Wünschen. Das Video ist schon viele Jahre alt und handelt von Jim Carrey und seinem 10 Millionen Dollar Scheck. Er hat sich diesen Scheck ausgestellt bevor er berühmt wurde.
Ich finde das passt sehr gut zu meinem heutigen Thema “Wünsche”.

Wir alle haben Wünsche. Manchmal wünschen wir uns etwas vom Universum, von unseren Kindern, unserem Partner oder von anderen Mitmenschen. Und ich persönlich finde es auch wichtig das man sich etwas wünscht. Das regt die Phantasie an und bringt einen seinen eigenen Zielen näher.

Nach der Trennung von meinem Ex-Mann mußte ich mir eine neue Wohnung suchen, weil die alte Wohnung zu groß und auch zu teuer war für meine Kinder und mich. Zudem hatte mein damaliger Vermieter Eigenbedarf angemeldet und wir mußten raus. Da saß ich nun mit meinen beiden Kindern, wir hatten 3 Monate Zeit um eine neue Wohnung zu finden. In dem Örtchen in dem wir leben, sind Mietwohnungen rar. Ich überlegte viele Nächte wie es jetzt wohl weitergehen soll…Dann fand ich eine Wohnung, aber der Vermieter war nicht wirklich sympathisch und es gab viel hin und her. Die Wohnung bekam ich nicht, im Nachhinein Gott sei Dank. In diesem Haus wären wir nicht glücklich geworden. Nach diesem Fehlschlag setzte ich mich abends hin und schrieb mir meine Wünsche eine Wohnung betreffend auf. Sie sollte eine Einbauküche haben, einen Balkon oder Terrasse, mindestens 3 Zimmer, in unserem Budget liegen und in unserem Örtchen sein. Wenige Tage später, ich hatte Flyer in der Bäckerei und in der Metzgerei aufgehängt, meldete sich ein Mann der eine Wohnung zu vermieten hatte. Ich schaute mir die Wohnung an und sie war genau so wie ich sie mir gewünscht hatte. Innerhalb von 7 Tagen war der Mietvertrag unterschrieben und wir zogen um. Wir leben immer noch in dieser Wohnung und es war eine der besten Entscheidungen die ich bisher getroffen habe.

Ebenso gab es Zeiten in denen ich mir einen Mann an meine Seite gewünscht habe. Das war im Jahr 2014 und ich hatte die Nase voll von flüchtigen Bekanntschaften die ein ewiges hü und hott hatten. Ich wollte eine liebevolle Beziehung in der ich geliebt werde und so sein darf wie ich bin. Also tat ich dasselbe wie damals mit meiner Wohnung.Ich setzte mich hin und schrieb auf wie ich mir den Mann vorstelle und wie unsere Beziehung sein solle. Auch dieser Wunsch ging in Erfüllung, allerdings dauerte es 2 Jahre bis der Mann in mein Leben trat. Und auch dieses Mal ist es genauso wie ich es mir gewünscht hatte. Er liebt mich wie ich bin und läuft auch nicht gleich bei einer Schwierigkeit davon. Wir haben uns 2016 kennengelernt und im gleichen Jahr auch geheiratet. Er ist der Mann den ich mir gewünscht habe.

Darum kann ich jedem empfehlen sich etwas das ihm wichtig ist zu wünschen…..

Neue Wege gehen

Manchmal steht man im Leben da und überlegt sich welche Richtung die richtige ist. Ist der neue Weg der richtige oder der, den ich schon jahrelang gehe?

Oftmals hat man Angst einen neuen Weg zu gehen, etwas Neues auszuprobieren. Das ist meist nur die Angst vor dem Unbekannten. Auch wenn es gut wäre für einen selbst.
Ich selbst bin oft auch so. Ich verharre in alten Denkmustern und auch Verhaltensmustern. Aber ich weiß das dies nicht gut ist. Denn oftmals ergeben sich unzählige Möglichkeiten, die man vorher gar nicht gesehen hat. Wenn man nur daheim sitzt vom dem TV und sich dann wundert, dass man niemanden kennenlernt, dann ist es an der Zeit rauszugehen. In ein Café, eine Bar oder einfach nur mal auf eine Bank sitzen in der Stadt und den Menschen zusehen. Das ist schon mal eine Veränderung, ein neuer Weg in eine neue Richtung.

Auch in meiner Arbeit gehe ich öfters neue Wege. Es eröffnen sich mir immer wieder neue Möglichkeiten und Ideen. Ich habe in den letzten Wochen viele neue Leute kennengelernt, mit einigen arbeite ich zusammen mit anderen finde ich Gemeinsamkeiten und lerne dazu. Das Leben ist eine Schule, in der man immer wieder etwas dazulernt.
Auch wenn neue Wege vielleicht anfangs noch steinig sind, können sie einen doch zum Ziel bringen. Vielleicht nicht zu dem das man sich gedacht hat, aber oft an ein viel schöneres.

Deshalb versucht immer wieder neue Wege zu gehen, was Neues auszuprobieren, etwas zu wagen und am Ende zu gewinnen. Es lohnt sich!!!

Nicht loslassen wollen

Mein heutiger Beitrag ist sehr persönlich und stammt mitten aus unserem Leben. Mein Mann und ich sind seit Januar 2016 zusammen und seit 18.04.2016 verheiratet. Jetzt werden viele sagen, das war aber schnell!! Ja war es vielleicht nach aussen hin, aber wir haben die Entscheidung nie bereut. Wir haben für uns beide die richtige Entscheidung getroffen. Es gab auch nie einen Zweifel an uns als Paar, von beiden Seiten her nicht. Wir wussten und wissen beide was wir wollen. Da gibt es kein vielleicht oder ein Aber.

Nun gibt es eine Frau mit der er zusammen war vor mehr als 5 Jahren, es waren knapp eineinhalb Jahre die er mit ihr zusammen war. Und seit 2012 ist es vorbei!!! Endgültig!! Diese Dame ist seit über 20 Jahren verheiratet und sucht sich nebenher Männer die ihr wohl schöne Stunden bescheren sollen. Oder welche Gründe da auch immer im Hintergrund stehen.
Diese Frau gibt nach über 5 Jahren Beziehungsende keine Ruhe!!  Zuletzt hat sie es über mich versucht an ihn ranzukommen. Nur das hat nicht funktioniert. Mein Mann und ich führen eine ehrliche Ehe, in der man über alles redet, auch wenn es manchmal unangenehm ist. Aber das ist unser Weg!!

Diese Frau ist der lebende Beweis wie man es NICHT machen sollte. Irgendwann begreift wohl der dümmste Mensch auf der Welt das es VORBEI ist. Keine Frau und kein Mann auf der Welt geht eine Beziehung ein wenn er terrorisiert wird!! Niemand!!!

Und es bringt auch nichts mehr, denn wenn einmal so ein Vertrauensbruch da war, wie soll man sich da nochmal auf den Anderen einlassen? Jeder Mensch der ein wenig Selbstachtung hat, wird mir zustimmen, das so etwas nicht geht.

Ich weiß das uns diese Frau beobachtet, auch wenn wir sie überall geblockt haben. Das sind soziopathische Züge, die sie aufweist, und das gehört wirklich behandelt. Nur wird sie akzeptieren müssen, das dieser Weg für immer verschlossen bleibt, denn wenn für meinen Mann etwas vorbei ist, dann ist es vorbei!! Und zwar für IMMER!!!

Zu guter Letzt möchte ich allen sagen, das echte, aufrichtige und reine Liebe keine Spielchen braucht und keine Drohungen!! Es braucht nur die Liebe zwischen 2 Menschen!!!

Mut zur Liebe

Die Liebe ist etwas schönes. Sie gibt einem vieles. Nur fällt mir auf, das es in der heutigen Zeit nicht mehr sooo viel Liebe gibt, wie man meint.

Die Liebe ist etwas für Mutige

Diesen Satz habe ich in der letzten Zeit oft gelesen. Und es ist ein Stück Wahrheit dran. Nur wer Mut hat, kann Liebe erleben. Die Liebe ist nichts für Feiglinge. Wir reden nun nicht von oberflächlich angekratzten Gefühlen…Ich meine jetzt auch nicht Beziehungen damit,die geführt werden, das man nicht alleine ist oder von zuhause ausziehen will. Oder das man halt jemanden hat, um herumzuzeigen.Und dann gibt es noch die Menschen die nur Sex wollen um sich selbst zu bestätigen. Es gibt noch unzählig viele andere Gründe um eine Beziehung einzugehen. Aber ich meine die echte, reine Liebe. Die einen im Inneren berührt. Dafür braucht man Mut. Um sich fallenzulassen, um zu vertrauen und um miteinander zu wachsen.

Jede Beziehung hat ihre Höhen und Tiefen, auch mal einen Streit. Streiten kann man lernen, das nennt sich eine Streitkultur zu entwickeln. Auch ich habe das lernen müssen. Das man nicht jedes Mal losdonnert sondern lernt wie man konstruktiv streitet. Das gehört auch zur Liebe dazu, lernen richtig miteinander umzugehen, Respekt zu haben.

Liebe ist auch sich dem anderen so zu zeigen wie man wirklich ist, mit allen Facetten, mit allen Schwächen und alles was zu einem selbst gehört, denn nur so kann man wirklich geliebt werden wie man innen drin ist. Klar es ist nicht einfach sich so zeigen, denn man macht sich vielleicht schwach oder klein. Nein, das ist man dann nicht. Man ist authentisch und ehrlich und das ist ein Garant für eine lange Beziehung. Wie kann man wirklich geliebt werden wenn man sich selbst versteckt?

Ich möchte geliebt werden für das was ich bin und wie ich bin, um meiner selbstwillen. Und das ist gut so.

Vergleiche

Der Andere kann das viel besser als ich. Die sieht besser aus als ich, die Andere ist schlanker und hübscher. Der Nachbar fährt ein größeres Auto und verdient mehr als ich. Vergleiche über Vergleiche…

Das geschieht schnell und unbewußt, wir automatisch. Aber warum tun wir das? Ist das förderlich für uns??

Auch ich tue das, beruflich wie privat. Aber in der letzten Zeit kommen mir da immer wieder andere Gedanken dazu. Was bringt mir die Vergleicherei? Fühle ich mich dadurch besser? Bringt mich das voran im Leben? oder schadet mir das nur und zieht mich runter?

Mir wird das immer bewußter wie oft ich mich mit anderen vergleiche. Vor allen Dingen mit Frauen mit denen mein Mann früher zusammen gewesen ist. Irre oder? Warum tue ich das? Ich bin doch jetzt in seinem Leben! Und was vor mir war, warum beißt mich das so? Ich merke, wenn ich anfange mich zu vergleichen, das ich unzufrieden werde. Das WAR doch!! Und ist lange vorbei. Warum tue ich das? Diese Frage stelle ich mir immer wieder.
Und ich weiß auch das Vergleiche hinken. Jeder Mensch ist auf seine Art und Weise einzigartig und vollkommen in Ordnung wie er ist. Also wozu das Ganze??? Jeder von uns entwickelt sich, im besten Falle, weiter. Es sollte nie Stillstand sein. Auch ich bin nicht mehr die Gleiche wie mit 20 Jahren. Meine Ansichten, mein Wissen und auch meine Einstellungen zu vielen Dingen im Leben hat sich verändert. Heute sind mir andere Dinge wichtiger wie mit 20. Was früher das Ausgehen und Spaß war, ist heute meine Familie die nun an erster Stelle steht. Davon wollte ich damals nichts wissen. Das ist auch weiterentwickeln und verändern. Und da kommen die Vergleiche wieder zum Vorschein. War damals alles besser? Manche Dinge vielleicht schon, andere sind heute besser.

Trotz allem ist es nicht nötig sich mit anderen zu vergleichen. Jeder ist so gut wie er ist. Und das ist wichtig zu wissen und zu lernen.

Glaube an sich selbst

Der Glaube an sich selbst ist etwas sehr wichtiges. Wenn man an sich selbst nicht glaubt, wer sollte es dann tun?

Manchmal ist es schwierig, das geht mir auch so. Wenn die Wellen des Lebens einen überrollen, wenn man nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Das fällt einem das Glauben sehr, sehr schwer….Aber es ist wichtig an sich selbst zu glauben, an die eigenen Fähigkeiten, das eigene Können und für das einstehen woran man glaubt.

Ich habe es schon öfters erlebt, das mich Menschen seltsam anschauen, wenn ich sage ich lege Karten und arbeite auch in anderen spirituellen Bereichen. Man wird angeschaut als ob man nicht alle Latten am Zaun hat. In meinen Anfängen bin ich oft geschwankt und habe an mir selbst gezweifelt, ob das dies der richtige Weg für mich ist. Klar, ich habe eine klassische Ausbildung gemacht und viele Jahre in meinem erlernten Beruf gearbeitet. Nebenbei habe ich angefangen mich für  spirituelle Dinge zu interessieren und habe im Laufe der Jahre viel dazugelernt und daran gearbeitet.

In diesen Jahren habe ich manchmal  gezweifelt ob ich das alles kann, aber ich habe immer weiter gemacht und viel gelernt, vor allen Dingen über mich selbst. Und ich glaube das hat mich immer wieder zu meiner Stärke geführt. Meinen Willen weiterzumachen habe ich nie ganz verloren und das ist im Endeffekt das was für mich zählt.

Ich möchte Menschen helfen zu begreifen und zu verstehen welche Ursachen Beziehungsprobleme oder Zweifel an sich selbst haben. Ich möchte das die Menschen aufwachen und an wieder an sich selbst glauben.

Verliere niemals den Glauben an Dich selbst!!!

Verantwortung übernehmen

Das große Wort Verantwortung…Da ist es wieder. Oh man, hab ich das schon oft gehört in meinem Leben. Übernimm Verantwortung für das oder jenes…schon als Kind habe ich das oft gehört. Und im Erwachsenenalter noch mehr. Auch wenn man Kinder hat, wird das noch verstärkter gesagt, schließlich hat man die Verantwortung für seine Kinder. Und das ist auch gut so…

Aber diese Verantwortung meine ich gerade nicht. Es geht darum für sich selbst und sein Leben verantwortlich zu sein. Und Verantwortung bedeutet eigentlich eher das man auf das Leben “antworten ” soll. Das Leben, das Schicksal oder wie man auch immer nennen mag, wirft einem immer wieder Fragen an den Kopf.

Wer ist für mich verantwortlich? Mein Mann, meine Mutter, mein Chef, meine Freunde?????

NEIN, ICH BIN FÜR MICH VERANTWORTLICH!!!!

Ich ganz alleine bin für mich verantwortlich, ich bestimme wer in meinem Leben sein soll und wer nicht. Von wem ich mir was gefallen lasse, und von wem nicht. Ich bin der Regisseur meines Lebens, ich schriebe das Drehbuch, niemand sonst.

Aber es scheint ja einfacher zu sein die Verantwortung bzw. Schuld auf jemand anderen abzuwälzen. Ist doch bequem, dann brauche ich mich auf sicherlich nicht mit mir und meinen Dingen zu beschäftigen. Das vielleicht auch mein Verhalten nicht immer super ist gegenüber anderen. Das ist schnell und bequem.

So ein Leben möchte ich nicht führen, ich möchte die Hauptrolle sein und nicht immer in die Opferhaltung gehen!! Wie, Opferhaltung, fragen sich jetzt sicher einige?? Ja man degradiert sich zum Opfer, indem man die Verantwortung abgibt an einen anderen.  Man ist ausgeliefert. Und wer mag das schon? Also ich nicht. Ich mag es der Chef in meinem Leben zu sein.

Übernehmen wir wieder die Verantwortung für uns selbst und unser Handeln….

Zusammenhalten

In früheren Zeiten war die Familie die kleinste und wichtigste Einheit in der es wichtig war zusammenzuhalten. Innerhalb des Familienverbundes war man sicher, hatte Rückhalt und Hilfe in jeder Lebenslage.

Die Menschen hielten zusammen. Egal ob es Streit gab und ob man immer der gleichen Meinung war. Die Familie stärkte einem den Rücken. Auch waren Partnerschaften wesentlich langlebiger wie heute. So etwas wie Partnerschaften gab es weniger, man war verheiratet. Die Ehe scheint ebenfalls aus der Mode gekommen zu sein. Klar, es ist leichter eine Beziehung zu beenden, als eine Ehe, man ist nicht so gebunden an den anderen.

Natürlich erwähne ich auch die arrangierten Ehen in allen Schichten der Gesellschaft, in denen wegen der Mitgift oder zwecks besserem gesellschaftlichen Ansehen geheiratet wurde. Manche Ehen wurden trotzdem glücklich, denn es zählen neben der Liebe ja auch andere Dinge.

Auch ich bin schon in meiner Ehe an Punkte gekommen, an denen es manchmal richtig geknallt hat. Auch in der besten Ehe gibt es Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten. Und das darf auch sein, vor allen Dingen soll es sein. Nur so kann man zusammenwachsen.

Vor allen Dingen in schwierigeren Zeiten merkt man sehr schnell, auf wen man sich verlassen kann. Und wer nur im Sonnenschein mit einem tanzt. Da kristallisiert sich auch der Zusammenhalt heraus, denn zusammenhalten bedeutet auch verlässlich zu sein.

Wie ich in einigen meinen vorherigen Artikeln auch schon erwähnt habe, macht uns Menschen die schnelllebige Zeit es uns nicht unbedingt leichter, da alles sehr viel schneller beendet werden kann. Als man früher noch ein persönliches Gespräch, zumindest ein Telefonat notwendig war um etwas zu beenden, reicht heute eine sms oder eine Nachricht auf einem anderen Messenger.

Wie soll man da zusammenhalten, wenn immer mehr Menschen schneller weglaufen? Sich aus der Verantwortung ziehen, Hauptsache nicht greifbar sein. Nur so wird das nichts mit etwas Langlebigen.

Deshalb, lasst Euch auf den Anderen ein, gebt anderen die Chance sich zu beweisen. Und das allerwichtigste ist, lebt und liebt die Liebe……und haltet zusammen, auch wenn der Weg gerade mal steinig ist.

Weiblichkeit

Was ist weiblich, was ist männlich? Welche Attribute sind dem Mann zugeschrieben, welches der Frau.

Eine lieber Mensch hat mir vor einiger Zeit eine Frage eine Frage gestellt:

„Stelle Dir mal die Situation folgendermaßen vor. Eine Frau kniet vor Ihrem Freund und macht ihm einen Heiratsantrag. Wie fühlt sich das für Dich an?“
Hmm, ich ließ dieses Bild auf mich wirken, es war und ist befremdlich für mich diese Vorstellung. In meinem Bild macht der Mann der Frau einen Antrag und so fühlt es sich für mich richtig an.

Ich merke für mich, dass ich meine Weiblichkeit viel zu oft hinter einem Panzer versteckt habe um nach außen hin stark zu wirken, aus Angst man hält mich für schwach. Ich wollte nur Stärke nach außen hin zeigen, nur keine Schwäche. Denn dann werde ich angreifbar. Und das war das letzte was ich wollte.

Manchmal im Geheimen habe ich mir gewünscht, dass mein Gegenüber mich in den Arm nimmt und ich mich fallenlassen kann. Nur wie soll ich das nur machen? Ohne mein Gesicht zu verlieren???

Es gab viele Zeiten in meinem Leben, da war ich hart. Hart zu mir selbst und zu anderen. Vor allen Dingen zu mir selbst.

Ich habe mich verhalten wie ein Mann, und habe mich immer wieder verloren im Mann sein. Vielleicht auch weil ich nie einen Vater hatte, der mir dieses Vorbild war, was ein Mann ist. Und meine Mama war, vor allen Dingen durch äußere Umstände, auch oft sehr hart.

So hatte ich nie ein richtiges weibliches Vorbild an dem ich mich orientieren konnte, was weiblich und männlich ist.

Dieses Gespräch vor einiger Zeit hat viel in mir bewegt. Mich zum Nachdenken gebracht und auch in einigen Punkten schon zum Umdenken.

Ich habe das Glück jetzt endlich mit 40 Jahren, einen tollen Mann an meiner Seite zu haben, bei dem ich eine Frau sein darf. Klar bin ich auch immer noch stark und weiß wie ich mein Leben gestalten will. Aber ich versuche jeden Tag diesen Schutzpanzer ein wenig mehr fallen zu lassen und meine weibliche Seite zu leben.

Warum besinnen wir uns nicht wieder auf die weiblichen und männlichen Attribute, so dass jeder Mann wieder in seine Männlichkeit und jede Frau wieder in ihre Weiblichkeit darf. Nur so können wir uns auf Augenhöhe begegnen. Nur so kann jeder seinen Platz in der Beziehung einnehmen. Und sich so leben wie er oder sie ist.

Ich danke meinem Mann Michael dass er mir jeden Tag zeigt, das ich eine vollwertige Frau an seiner Seite sein kann und darf. Und er mir hilft immer ein bißchen mehr von meinem Schutzpanzer abzulegen.

Vertrauen

Das mit dem Vertrauen ist eine Sache für sich….

Als Kind haben wir ein unendliches Vertrauen zu unseren Eltern. Wir glauben und vertrauen ihnen.

Mit den ersten Enttäuschungen wird das schwerer mit vertrauen. Die erste große Liebe zerbricht…man wird belogen, im schlimmsten Fall auch betrogen und hintergangen.

Dieses Urvertrauen zu einem Anderen ist gestört.

Ich spreche da aus meiner eigenen Erfahrung. Mein allererster Freund hat mich betrogen. Von da an, viel es mir schon ein weniger schwerer Vertrauen gegenüber einem Partner aufzubauen. So zog sich das viele Jahre durch meine Beziehungen und auch Freundschaften litten oft unter meinem mangelnden Vertrauen in mein Gegenüber.

Es ist ein unschönes Gefühl wenn man kein Vertrauen zu seinen Mitmenschen hat. Man stellt sich oft die Frage: Ist das jetzt die Wahrheit was er der andere mir da gerade erzählt? Man hinterfragt oft unzählige Male dasselbe. Weil man unsicher ist und im Inneren verletzt und angegriffen. Kann der Mensch der einem jetzt gegenüber steht etwas dafür, ist er verantwortlich für unsere Schmerzen, für unsere Narben auf unserer Seele? Meistens nicht. Denn diese Verletzungen liegen schon sehr, sehr weit zurück und trotzdem spürt der Mensch jetzt in der Gegenwart sie sehr deutlich.

Das ist ungerecht. Wir selbst möchten ja auch nicht „bestraft“ werden, für etwas was lange vor unserer Zeit passiert und geschehen ist.

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, mit den eigenen Wunden und Verletzungen „aufzuräumen“. Das Vergangene sollte und darf nicht die Gegenwart bestimmen.

Deshalb versucht jeden Tag ein bisschen mehr die Verletzungen zu verarbeiten, denn sie behindern uns daran, glücklich und zufrieden in die Zukunft zu gehen.